Xi Weinsysteme Eigentümer Markus Scheffknecht

Welche Temperatur ist ideal für einen Weinkeller?

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Die kurze Antwort: 12 °C – und vor allem: konstant.

Für die Langzeitlagerung werden 12 Grad Celsius empfohlen. Bei dieser Temperatur reift der Wein am langsamsten und entwickelt sich auch über Jahrzehnte hinweg optimal – selbst nach 20 oder 30 Jahren bleibt er in einwandfreiem Zustand.

Rot- und Weißwein gemeinsam lagern? Kein Problem.
Beide Weinsorten können bei derselben Temperatur gelagert werden. Der Unterschied liegt ausschließlich in der Trinktemperatur – und die lässt sich von 12 °C aus schnell und unkompliziert erreichen.

Das Wichtigste: Konstanz vor Perfektionismus
Entscheidender als die genaue Temperatur ist deren Gleichmäßigkeit. Schwankungen – ob durch Jahreszeiten, Heizung oder mangelnde Dämmung – führen zu unkontrollierter Reifung und dauerhaftem Aromaverlust. Ein Wein, der konstant bei 12 bis 14 °C lagert, ist besser aufgehoben als einer, der zwischen 10 und 18 °C pendelt.

Empfehlung vor jeder Investition:
Bevor in Klimatisierung oder Isolierung investiert wird, sollte die Temperatur im geplanten Lagerraum mindestens ein Jahr lang mit einem Datenlogger gemessen werden. Erst die realen Messdaten zeigen, ob und welche Maßnahmen tatsächlich notwendig sind – und welche Lösung wirklich passt.

Über den Autor

Markus Scheffknecht ist Geschäftsführer der Covini GmbH und Experte für Premium-Weinlagerung und Weinpräsentation bei Xi Weinsysteme. Seit der Übernahme des Unternehmens im Jahr 2017 hat er über 300 Weinkeller und Weinräume im privaten und gewerblichen Bereich geplant, realisiert und schlüsselfertig übergeben – von privaten Designkellern bis zu exklusiven Weinpräsentationen in gehobener Gastronomie, Luxushotels und Vinotheken im gesamten DACH-Raum und darüber hinaus.

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